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Notfallsymposium 2010

18.09.2010 00:00 von klaus.kissler (Kommentare: 0)

Nofallsymposium 2010
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4. Notfallsymposium am Klinikum Forchheim

Mehr als ein wissenschaftlicher Kongress, 130 Ärzte und Rettungskräfte nahmen teil.

 

FORCHHEIM - Unter der Überschrift »Damit der Notfall nicht zur Katastrophe wird«, ist das »4. Forchheimer Notfallsymposium« im Klinikum Forchheim über die Bühne gegangen.

 

Damit Ärzte und Praxispersonal auch einen Einblick in die Arbeit der Rettungsdienste »vor Ort« – also bevor der Patient in die Klinik eingeliefert wird – bekommen, demonstrierten Wasserwacht, Bergwacht, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk anhand von Schauübungen, wie die Rettungs- und Bergungsarbeit an der Einsatzstelle abläuft.

Die SEG der Wasserwacht Forchheim demonstrierte an der nahen Wiesent die Rettung eines verunfallten, hilflos im Wasser treibenden Kajakfahrers. Mittels Spineboard brachten 2 Wasserretter den Verletzten Mann sicher an Land, und übergab ihn an den Landrettungsdienst. Von Zeugen erfuhr die Einsatzleitung, das eine weitere Person im Wasser versunken sei. Ein Tauchtrupp der SEG machte sich umgehen auf die Suche nach der vermissten Person, und konnte sie kurze Zeit später ebenfalls an den Landrettungsdienst übergeben.

Im Theoretischen Teil stellte Andreas Gerle von der Ortsgruppe Forchheim unter dem Titel „Wasserrettung am Berg, gibt’s das ?“ den Teilnehmern die Arbeit der Wasserwacht und Ihre Möglichkeiten vor.

Das Notfallsymposium sei eine Fortbildungsveranstaltung. Sie soll dazu beitragen, aktuelle Informationen zur Notfallmedizin zu erhalten und den Teilnehmern ermöglichen, sich über ihre Arbeit auszutauschen. So beschreibt Uwe Lehmann, Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie am Klinikum Forchheim und Initiator den Inhalt der Veranstaltung, die sich an Notfallmediziner richtete.

Andreas Wetzler, Arzt in der Unfallchirurgie und für die Organisation zuständig, zeigte sich dabei mit der Resonanz mehr als zufrieden. Aus den 60 Voranmeldungen, wurden letztendlich rund 130 Teilnehmer. »Das Notfallsymposium soll mehr als ein wissenschaftlicher Kongress sein«, sagt Wetzler. Deswegen habe man auch als Zielgruppe nicht nur Ärzte, sondern auch Praxispersonal und Rettungsdienstmitarbeiter ausgewählt.

Das Tagungsprogramm selbst war mit zahlreichen Fachvorträgen gespickt, darunter neben Themen wie »Beckentrauma was, wann, warum?« oder »Geburt – ein freudiges Ereignis für den Notarzt?« auch das Thema »Schädel-Hirn-Trauma – Rettung, aber bitte mit Köpfchen«.

Tipps gab es auch von Stephan Christa vom Kriminaldauerdienst, der das Notfallpersonal »sensibilisierte«, darauf zu achten, ob bei Sterbefällen auch eine »unnatürlicher« Tod eingetreten sein könnte.

Das Fachpersonal wurde aber nicht nur in Theorie, sondern auch in Praxis geschult, so hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einem Workshop mit dem Titel »Notfallversorgung beim Beckentrauma« an einem speziellen Beckensimulator die Techniken der Erstversorgung zu trainieren.

Nach dem Erfolg in diesem Jahr überlegen die Verantwortlichen, ob das Notfallsymposium im nächsten Jahr nicht auch für die interessierte Bürger geöffnet werden solle, so Wetzler. So könnte man die Themen einem noch größeren Besucherkreis zugänglich machen.

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