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SEG-Übung 15.02.2009

15.02.2009 20:00 von klaus.kissler (Kommentare: 0)

SEG-Übung 15.02.2009
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Am Sonntag den 15.02. traf sich die Schnell-Einsatz-Gruppe der Wasserwacht Forchheim für eine gemeinsame Übung. Die Wasserretter fuhren mit 2 Einsatzfahrzeugen und einem Gerätehänger an den Main-Donau-Kanal auf Höhe der Trubbach-Mündung. Mit einem Schlauchboot der Schnell-Einsatzgruppe sicherten zwei Wasserretter den Übungsbereich im Wasser ab. Zusätzlich wurde eine Taucherwarnboje gesetzt. Nach einer kurzen Einweisung über verwendete Geräte und Ablauf der Übung begab sich ein Rettungstaucher geführt von einem Signalmann ins Wasser. Dieser hat die Aufgabe, den Taucher mit einer Leine zu sichern und über Leinensignale Kontakt zu ihm zu halten. Über Leinensignale wurde dem Taucher vermittelt, wann er eine Notsituation simulieren und regungslos an die Oberfläche steigen sollte. Hier kommen nun die Wasserretter zum Einsatz. Ausgestattet mit einem Neoprenanzug, zum Schutz vor der Kälte und Verletzungen, einer Wasserretter-Weste und Flossen können sie schnell in Aktion treten, sobald Notsituationen erkennbar sind. Die Rettung eines verunglückte Tauchers aus dem Wasser kann sowohl mit einem, als auch mit zwei Rettern stattfinden. Ein Wasserretter schwimmt schnell den verunglückten Taucher an und spricht diesen an. Antwortet er nicht, verwendet der Retter den Achselgriff um den Taucher zum Ufer zu schleppen. Als Alternative zu dem Griff unter die Achsel kann auch der Flaschenhals der Druckluftflasche des Tauchers gegriffen werden, und der Taucher so an das Ufer gebracht werden. Sind zwei Wasserretter einsatzklar, wird das Spineboard mit zur Rettung verwendet. Das Rettungsbrett aus schwimmfähigem Hartplastik dient als Hilfsmittel zur Rettung verunglückter Personen, hier wird vor allem die Wirbelsäule geschützt, da sich die Person in Rückenlage auf dem Brett befindet und so weitere Verdrehungen oder Verletzungen weitestgehend vermieden werden. So schwimmen die zwei Wasserretter mit dem Spineboard den verunglückten Taucher an, sprechen diesen an und wenn er nicht antwortet beginnt ein Retter damit, die Ausrüstung des Tauchers, das Leichttauchgerät mit Jacket, den Bleigut und eventuell sonstige störende Gerätschaften zu entfernen. Der zweite Wasserretter stützt und sicher den Taucher. Sobald die Ausrüstung entfernt ist wird das Rettungsbrett unter den Taucher geschoben und dieser auf dem Spineboard festgeschnallt. Dank der Griffe am Board kann der Taucher schnell zum Ufer geschleppt werden und dort ohne weitere Verletzungen, mit Hilfe weiterer Wasserretter, aus dem Wasser gehoben werden. Hier können nun weiter Maßnahmen je nach Zustand des Tauchers ergriffen werden. Dazu gehören z.B. die Wärmeerhaltung des Tauchers und die Überwachung der Vitalfunktionen. Der Taucher wird von den Wasserrettern bis zur Übergabe an den Rettungsdienst weiter betreut.

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